Scottoiler

Es stellt sich immer die Frage nach Sinn oder Unsinn eines solchen Geräts. Ich persönlich halte es für sinnvoll. Natürlich wird es Puristen geben, die lieber die Sprühdose nehmen, oder die Kardan-Fraktion die darüber lacht ... aber meine Kette sieht nach 22.000 km noch immer wie neu aus und die erste Scottoil-Flasche ist noch nicht leer.

Hier könnt Ihr sehen, wie er bei mir montiert ist. Für weiter Infos geht bitte direkt auf die Site von Scottoiler.de.

Nachtrag: Die erste Kette hat nun nach genau 44.500 km das Zeitliche gesegnet und wurde gegen eine neue ersetzt. Wenn man nun bedenkt, daß die Kette die ersten 5.000 km ohne Scottoiler gefahren wurde, ist das bei einem solchen Geschoss eine stattliche Leistung. Vor 110.000 km brauche ich wohl an eine neue Kette nicht zu denken.

Tank

Der Scottoiler-Behälter ist unter dem linken Seitendeckel befestigt. Hier läßt er sich ohne Abnahme des Deckels leicht einstellen und befüllen. In der jetzigen Jahreszeit steht er auf 9 Uhr (Pilotensprache: bedeutet auf dem Scottoiler: 12 Uhr ist die Mitte zuwischen Sommer und Winter. Somit ist 7 Uhr ohne Zulauf und 5 Uhr voll aufgedreht) Im Sommer steht er auf 9 Uhr und im Winter auf 2-3 Uhr.

 

Zuleitung

Die Zuleitung verläuft hinter dem linken Verkleidungsdeckel nach vorne und tritt hinter der linken Sozius-Raste zu Tage. Von da aus an der Schwinge bis zum hinteren Zahnrad. Ich habe für die Halter (die Klebe ist echt für den Ar...) 2-Komponentenkleber genommen. Die gehen nie wieder ab !!! Lange Ziehbänder an der hinteren Schwinge (siehe Bilder) tun auch ihren Zweck und halten ewig!


Unterdruck

Die Frage aller Fragen ist doch, wie bekomme ich bei einem Einspritzer den Unterdruck zu stande ?
Nun, ich gebe zu, ich habe das auch nicht selber gemacht. Ralf, der Meister von Motorrad Runge hat eine gute Lösung gefunden, die ich versucht habe, zu fotografieren. Nun werde ich auch noch versuchen, es zu erklären (wenn der Scotti nicht schon dran gewesen wäre, hätte ich es auch selber gemacht ...)

Man nehme also den Sitz ab und stemme mit dem Bordwerkzeug den Tank hoch (siehe Bordbuch). Was wir dann vor hinten reingeguckt sehen, zeigt das Bild oben links. Ralf hat die vorhandene Kreuzschlitzschrabe (2te von links) durch eine hohle Schraube ersetzt. Da diese direkt bis in die schwarze "Unterdruckkammer" auf den Zylindern führt (oben drauf sind die Drosselklappen), erzeugt das den nötigen Unterdruck. An dieser kleinen hohlen Schraube (Düse) ist der Unterdruckschlauch des Scottoilers befestigt. (siehe Pfeile). Dank Helmut wissen wir jetzt, daß es sich um ein M5 Gewinde handelt (siehe Bild rechts).

Vermutlich wird man den Tank abnehmen müssen. Sonst ist das mächtige Fummelarbeit.


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