| 14 Tage Schottland (07/2006) |
| Abfahrtsort: |
Velbert (NRW) / Newcastle |
| Gesamt-km: 3731 km / 3211 km |
Dauer: 14 Tage |
Hier erst einmal ein paar grundsätzliche
Informationen zu der Motorradtour wie wir sie vom 06.07. - 21.07.2006
durchgeführt haben.
Die unten dargestellte Arbeit, ist die Arbeit von 2 Personen:
- Christoph, der Fahrer war für die Strecke und Fotografie
zuständig
- Michaela, Lebenspartnerin und Sozia für die tolle Beschreibung
und auch für Fotografie zuständig
Gefahren wurde die Tour mit einem Motorrad (CBR 1100 XX), 2 Personen
(siehe oben), 2 Krauser-K3-Koffern und einem Tankrucksack.
Die Fährpassage war bei DFDS gebucht in
einer Doppel-Innenkabine, Dusche, WC und Frühstück.
Abfahrthafen Amsterdam-IJmuiden, Ankunft England, Newcastle. Die
Fähre legt abends gegen 18:00 Uhr Ortszeit ab und erreicht
am folgenden morgen um ca. 09:30 Uhr die jeweils andere Seite.
Unsere Unterkünfte wurden von Wolters-Reisen
(eine TUI-Tochter) als PKW-Rundreise durchgebucht. B&B steht
für Bed & Breakfast und in der von uns gewählten
Kategorie hatten wir immer unsere eigene Dusche und unser eigenes
WC. Und auch das Frühstück war immer klasse ! *Empfehlenswert*
Tanken: viele Tankstellen haben nur 2 Sorten
Treibstoff: "regular premium" mit 95 ROZ und "diesel",
der unserem Diesel entspricht. "regular premium" kostet
ca. 1GBP = 1,56€ .
In den dünn besiedelten Gebieten Schottlands (3% der Gesamtfläche
sind nur bebaut) gibt es wenig Tankstellen. Daher sollte man immer
auf einen vollen Tank achten und die Tankstopps vorzeitig mit
planen. Die XX hat mit 2 Personen und Gepäck zwischen 5 und
6 Litern verbraucht. Super Wert finden wir !
Castles und Eintritt: Die alten Gemäuer
werden von 2 unterschiedlichen Organisationen gepflegt und abkassiert
(zwischen 7 und 11 GBP pro Nase). Wir hatten einen "Historic
Scotland Explorer Pass" (Organisation Historic Scotland)
mit 10 Tagen in 30 (heißt: an 10 von 30 Tagen darf man so
oft wie man will in die dazugehörenden Sehenswürdigkeiten).
Ein weiterer Vorteil: man überholt die wartenden Schlangen
von "touristischen Plautzenbären" (Erklärung
weiter unten / Tag 13+14).
Kartenmarterial:
- Ordnance Survey Road 1 + 3 (ISBN 0-319-23079-1 und 0-319-23077-5)
Maßstab 1:250000
- AA Scotland (ISBN 0-7495-4392-2) Maßstab 1:300000
Wir sind hauptsächlich mit der AA Scotland-karte gefahren.
Es sind sehr klar alle wichtigen Straßen ohne zu viel Geländezeichnungen
(wie bei den anderen beiden Karten) drauf und man kann sie besser
während der Fahrt lesen. Nach 14 Tagen Navigation in Schottland
sieht sie dafür jetzt ziemlich "geliebt" aus.
| Gesamtlänge der Tour : |
3731 km ab/bis NRW |
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3211 km ab/bis Newcastle |
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| Tag 1: Anfahrt Amsterdam-IJmuiden
(260 km) |
| Strecke
- Velbert - Kreuz Ratingen - A3 - Oberhausen - ( Grenze
Niederlande) - Arnheim
- Arnheim - A12 - Utrecht - A9 - Amsterdam - IJmiuden
- zum Fähranleger
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Beschreibung 1. Tag - Von Velbert
nach Ijmuiden
Endlich ging es los! Gegen 10.30 sind wir in Velbert
gestartet. Nach ein paar Regentropfen wurde es sehr schnell
sonniger und wärmer.
Ungefähr in Utrecht merkten wir, dass unsere
Hinterteile noch nicht wieder ans Motorradfahren gewöhnt
waren. Aber wir haben ohne größere Blessuren
durchgehalten. Nach einem kurzen Tankstop in Ijmuiden
haben wir beschlossen, nach einem McDonalds zu suchen,
da wir noch Zeit hatten, bevor die Fähre ging.
Es ist unglaublich, aber Chris scheint Dinge wie Pommes
und Burger zu wittern. Also dauerte es nicht lange und
wir saßen vor einem leckeren Chicken-Teryaki-Burger
und Pommes. Danach waren wir satt und machten uns auf
in Richtung Fähre.
Es war brüllend heiß in den Motorradklamotten
und wir mussten bis 17.10 Uhr warten, bis wir auf die
Fähre durften. In der Zwischenzeit haben wir uns
mit anderen Motorradfahrern, Vater und Sohn, unterhalten,
die ebenfalls eine Rundreise durch Schottland machen wollten.
Als wir endlich an Bord waren, zogen wir uns um, damit
mir das Schiff und die darauf ausgeschenkten Bierchen
erkunden konnten. Die "Queen of Scandinavia"
(so hieß unser Schiff) hat eine gemütliche
"Navigator-Bar". Hier saßen wir und beobachteten
das Ablegen unseres Schiffs um 18.00 Uhr. Später
wurde es dann sehr lustig, ein Klavierspieler namens Gordon
machte Musik und wir sangen mit ein paar lustigen Engländern
nach diversen Bierchen dazu. :-)
Endlich unterwegs - wir freuten uns so auf die vor
uns liegenden Tage in Schottland... |
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| Tag 2: Newcastle nach Glasgow
(360 km) |
| Strecke
- Newcastle Fähranleger (Northshields Port of Tyne)
- A1058 - A69 Richtung Hexham
- Heddon-on-the-Wall - B6318 - (Hadrians Wall) - Chollerton
- B6320 *super Straße* - Wark
- Bellingham - Kielder Water - Saughtree - B6357 - B
6399 - Hermitage Castle
- A7 - Richtung Carlisle - B709 - Eskdalmuir - B723
Richtung Lockerbie
- Borland - Nowton - Moffat - A74 (M)
- Ausfahrt 9 - A71- Stonehouse - Strathaven
- Kilmarnock - A735 - Stewarton - Lutton - A736 - Burnhouse
- B706 Richtung Beith
- Greenhill -> links abbiegen Richtung B&B
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Beschreibung 2. Tag - Kater
und andere Tiere...
Als wir am Morgen in unserer Kabine erwachten, waren
wir ziemlich verkatert. Englisches Bier scheint sehr stark
zu sein!!!
Nach einem sehr leckeren Frühstück haben
wir gegen 09.00 Uhr das Schiff verlassen. Danach sind
wir vom "Port of Tyne" aus durch Newcastle in
Richtung Hadrians Wall gefahren. Nur zur Vollständigkeit:
Ich habe nichts vom Hadrians Wall gesehen. Okay, er wurde
ca. 82 n. Chr. gebaut, da kann es schon sein, dass er
sich im Laufe der Jahre etwas verändert hat, oder?
Bald überquerten die Grenze zu Schottland. Es dauerte
gar nicht lange und ich sah etwas, dass mich zu wahren
Begeisterungsstürmen hinriss: Überall auf den
Straßen (Single Track Roads) Schafe!!! Überall
waren die freundlich blökenden Woll-Lieferanten unterwegs
und wir mussten Schlangenlinien fahren, um ihnen auszuweichen.
Super hier! In Deutschland gibt es sicherlich so etwas
wie die "Reglementierung zum Eindämmen wildlaufender
Paarhufer" oder ein ähnliches Gesetz, das besagt,
dass Weidezäune mindestens 1,13 m hoch zu sein haben
und das jedes Schaf, das es wagt, diese Einfriedung zu
verlassen, € 30 Strafe zu zahlen hat... Ohne Worte.
Wir sind dann lange Zeit durch ländliche Gegenden
gefahren. Kaum ein Auto kam uns entgegen. Das mit dem
Linksfahren haben wir recht gut hinbekommen. Unser erstes
Castle ließ auch nicht lange auf sich warten - Castle
Hermitage. Da uns aufs Extremste die Hinterteile wehtaten,
machten wir hier eine kurze Foto-Pause.
Irgendwann fiel uns auf, dass wir noch an keiner einzigen
Tankstelle vorbeigekommen sind. Wir fragten uns schon,
ob schottische Autos vielleicht mit Schafköttel-Benzin
oder so etwas fahren... Und auch eine Bank (zum Geld wechseln)
zu finden, wurde zu einer echten Herausforderung. Aber
wir wurden doch noch fündig: In einer sehr süßen
kleinen Stadt namens Moffat. Scheint ein beliebter Touristenort
zu sein, was uns nicht verwundert.
Dort haben wir also Geld gewechselt und getankt, danach
sind wir auf die Autobahn Richtung Glasgow gefahren. Nach
diversen kurzen "Ode-an-den-schmerzenden-Hintern"
- Pausen bekamen wir Hunger. Chris hat wieder Witterung
aufgenommen uns uns zu einem Kentucky Fried Chicken in
Kilmarnock gefünrt.
Nachdem wir gesättigt die Weiterfahrt angetreten
hatten, haben wir unser B & B in Beith (Nähe
Glasgow) schnell gefunden. Es war inzwischen 17.15 Uhr.
Unsere Unterkunft war wirklich herzallerliebst und süß.
Es handelte sich um die einsam gelegene "Shotts Farm".
Die Inhaberin, Mrs. Gillan, begrüßte uns sehr
herzlich und freundlich und wir fühlten uns sofort
wohl.
Überhaupt sind die Menschen in Schottland sehr freundlich
und lieb. Die Leute grüßen und winken, wenn
man vorbeikommt. Das kennen wir aus Deutschland gar nicht.
Später haben wir noch einen Spaziergang gemacht
und versucht, Kühe anzulocken. Hat leider nicht geklappt.
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Hermitage
Castle |
Moffat |
auf
Shotts Farm |
erste
Schotten |
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| Tag 3: Glasgow nach Perth
(269 km) über Loch Eck, Loch Lomond, Stirling |
| Strecke
- Greenhill - B706 - Beith - A737 Richtung Glasgow
- A760 - Lochwinnoch - Largs - A78 Richtung Greenock
- in Grourock auf die Fähre nach Dunoon
- A815 - Loch Eck - Richtung Glasgow
- B839 (Hell's Glen) *super Straße*
- A83 Richtung Loch Lomond *super Straße*
- A82 Richtung Glasgow - A811- Balloch - A811 - Stirling
- A91 Richtung St. Andrews - in Pool-of-Muckhart auf
A823
- und gleich wieder rechts auf B934 - B934 Richtung
Dunning *super Straße*
- B8062 -Fortviot - B9112 -Perth - A9 Richtung Inverness
- B9099 - Luncarty - Stanley - B&B
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Beschreibung 3. Tag - Highland-Kühe
und unser erstes Castle
Nach einer sehr ruhigen und erholsamen Nacht erwachten
wir in einem bequemen Bett auf "Shotts Farm".
Das Frühstück war sehr lecker und bestand aus
Scrumbled Eggs und Bacon für Chris, sowie Potato Scone
und Grilled Tomatos für mich. Wir frühstückten
mit sehr netten Leuten, die mir sogar verziehen, dass
mein Englisch ziemlich übel ist. Zum Glück kann
Chris es besser...
Nachdem wir uns von Mrs. Gillan verabschiedet hatten,
machten wir uns wieder auf den Weg. Wir fuhren eine wunderschöne
Strecke durch viele süße Orte, bis wir mit
der Fähre über den "Firth of Clyde"
übesetzten. Auf der Fähre haben wir wiederum
einen netten Schotten kennengelernt, diesmal mit Motorrad.
Schnell waren Chris und er in eine Unterhaltung über
Motorräder vertieft. Ich selbst habe davon keine
Ahnung und bewunderte stattdessen die Aussicht, die wir
von der Fähre aus hatten.
Als wir nach zwanzig Minuten auf der anderen Seite ankamen,
wider Erwarten ohne dass ich seekrank wurde, sind wir
in Richtung Hell´s Glen gefahren. In diesem wunderschönen
Glen haben wir zum ersten Mal freundlich aussehende, langhaarige
Highland-Kühe gesehen. Natürlich mussten wir
erst einmal anhalten und Fotos machen. Danach ging es
weiter durch das Hell´s Glen und dann am Loch Lomond
entlang. Wir konnten uns gar nicht sattsehen, so schön
ist es dort...
Irgendwann kamen wir nach Stirling, wo uns unser erster
Weg zu Kentucky Fried Chicken führte. Nachdem wir
uns frisch gestärkt hatten, besichtigten wir das
Stirling Castle. Ein geschichtlich sehr interessanter
Ort, an dem man auch einen super Ausblick hat, denn Stirling
Castle thront sozusagen über der Stadt. Ich vergesse
hier nicht zu erwähnen, dass einigen Körperteilen
diese Pause sehr gut tat!
Nachdem wir uns (sehr vorsichtig) wieder aufs Motorrad
gesetzt hatten, machten wir uns auf in Richtung Perth.
Hierfür fuhren wir wieder durch landschaftliche wunderschöne
Gegenden.
Unser B & B, das nun für die kommenden zwei
Nächte unser Zuhause sein sollte, befand sich in
Stanley, einem Ort in der Nähe von Perth. Hier kamen
wir gegen 17.00 Uhr an. Es war wieder eine superschöne,
liebevoll eingerichtete Unterkunft namens Linn House.
Hier wurden wir sehr herzlich von den Inhabern, einem
netten älteren Ehepaar (Etta und Amos) empfangen.
Später wollten wir uns einen schottischen Pub suchen
und ein Bier trinken. Aber nur eines - wir hatten heute
festgestellt, dass es sich ohne Kater viel besser fährt.
:-)
Wir fanden auch einen Pub, zwei Häuser weiter. Dort
war es sehr witzig - wir haben Steve und seine Tochter
Jenny kennengelernt, die beide sehr lange in Deutschland
(Celle) gelebt haben.
Ich habe auf gutes Zureden ein Bier namens "Sweet
Stout" probiert. Nie wieder - schmeckt wie Büffelpipi. |
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im
Hell's Glen |
Kühe
unter sich |
Stirling
Castle |
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| Tag 4: Rob Roy und die Trossachs
(297 km) |
| Strecke
- Stanley - B9099 Luncarty - B9063 - A822 - Crieff -
A85 - A84 Richtung Stirling
- Kinghouse - Baiquhidder (Grab von Rob Roy)
- A84 - Lochearnhead - A85 - A827 - Killin (Loch
Tay) - A827 Fearnan
- Fortingall - Keltney Burn - B846 - Tummel Bridge
- links abbiegen Richtung Kinloch Rannoch - dann rechts
abbiegen
- Dalchalloch - B847 - Struan - B8079 - Blair Atholl
- A9 - Pitlochry
- A9 - Dunkeld - A984 Coupar Angus - A923 - Dundee
- A90 - Inture - B953 - Abernyte - Balbeggie - Scone
- Perth
- A9 - B9099 - Stanley - B&B
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Beschreibung 4. Tag –
Regen und das Grab von Rob Roy
Wir erwachten in Linn House und bekamen langsam Hunger
auf das Frühstück. Chris blieb bei seinen Scrumbled
Eggs mit Bacon und ich freute mich auf ein Cheese and
Tomato-Omelette. Alles sehr liebevoll mit Kräuterverzierung
von Etta zubereitet.
Am Tisch saßen Amerikaner, die sehr nett waren und
mit denen wir uns gut unterhielten.
Nach dem Frühstück stiegen wir aufs Motorrad,
nur leider regnete es heute in Strömen…
Trotzdem gefiel uns auch hier, in der Nähe von Perth,
die Landschaft sehr gut. In Balquhidder besuchten wir
das Grab von Rob Roy, dem „schottischen Robin Hood“.
Er ist in Schottland ein Volksheld.
Der Aufenthalt im Regen machte uns nicht wirklich viel
Freude und so fuhren wir weiter. Irgendwann konnten wir
nicht mehr sitzen (ich verweise auf die inzwischen ziemlich
wunden Hinterteile) und wir dachten: „Fahren wir
doch mal nach Dundee, dort gibt es sicher etwas zu essen.
Was für eine Enttäuschung – ist diese
Stadt hässlich!!! Also für die Zukunft: Kein
weiterer Besuch der Stadt Dundee.
Zu essen haben wir hier auch nichts gefunden – kein
Burger King oder ähnliches weit und breit.
Wir waren froh, als wir Dundee hinter uns lassen konnten
und machten uns auf in Richtung Scone, um dort den Scone´s
Palace zu besichtigen. Leider war er nirgendwo ausgeschildert
und wir hatten keine Lust, lange zu suchen. Natürlich
hätten wir gerne gesehen, wo die Könige früher
gekrönt wurden, aber der Hunger war stärker…
Danach ging es nach Perth, wo der nächste Burger
King unser war :-). Um kurz nach ver sind wir wieder im
Linn House angekommen.
Es war unglaublich – inzwischen schien die Sonne
wieder!!! Grrrrr…
Im Pub, den wir später aufsuchten, sahen wir
noch das Endspiel der Fußball-WM und waren, wie
alle Schotten, für Italien.
Nur Etta war für Frankreich, ihr gefiel Zinedine
Zidane so gut… ;-) |
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zu
Hause bei Schafen |
Rob
Roy liegt hier |
immer
Vorfahrt |
Loch
Tay bei Regen |
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| Tag 5: Perth nach Ballater(209
km) mit Glen Shee, Braemar und Balmoral |
| Strecke
- Stanley - Beschilderung Richtung Kinlaven - in Kinlaven
rechts
- A93 - Rattray - Bridge of Cally - A93 - Glen
Shee *super Straße*
- A93 - Braemar - Balmoral
Castle - B976 *super Straße* - A939 Richtung
Tomintoul
- Castle Corgroff - A939 - A944 - A97 - Castle Kildrummy
- A97 - B9119 - A93 - Ballater - B&B
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Beschreibung 5. Tag –
Mehrere Castles
Am Morgen wachten wir erholt auf. Das Frühstück
war wieder wunderbar... Ich hatte, wie schon am Vortag,
ein Tomato-Cheese-Omelett und Chris ist seinen Scrumbled
Eggs mit Bacon treu geblieben.
Etta, unsere Wirtin, war etwas traurig aufgrund des Finalsiegs
der Italiener über die Franzosen.
Nach dem Frühstück haben wir unsere Koffer
gepackt und uns von Etta und Amos verabschiedet.So liebe
Leute… Sie wünschten uns eine gute Fahrt und
los ging es in Richtung Ballater. Wir wollten zuerst nach
Braemar, um das dortige Castle zu besichtigen. Angeblich
mit hauseigenem Geist.
Um nach Braemar zu gelangen, fuhren wir durch den Glen
Shee. Uns blieb fast die Luft weg – so eine atemberaubende
Landschaft. Steile, grüne Berghänge mit vielen
Schafen, die sich natürlich auch wieder auf den Straßen
aufhielten.
Als wir den dringenden Wunsch nach einer Toilette verspürten,
endeckten wir einen Skilift mit Café und Toilette.
Scheint ein sehr gutes Skigebiet zu sein.
Zwei Flüssigkeits-Kilo leichter stiegen wir danach
wieder aufs Motorrad und weiter ging es. Plötzlich
flogen ziemlich dicht über uns zwei Kampfflieger
durch den Glen. Sah klasse aus.
Später haben wir dann erfahren, dass sie nach einem
verunglückten Segelflieger suchten.
Bald kamen wir nach Braemar. Was für ein süßer
Ort! Hier kauften wir Postkarten und Schottland-Aufkleber
fürs Motorrad und gingen ein bisschen spazieren.
Uns fiel auf, dass es hier wunderschöne Cottages
gibt. Und alles wirkt so ruhig und friedlich…
Leider war das, etwas außerhalb liegende, Castle
geschlossen. Warum, haben wir leider nicht herausgefunden.
Vielleicht hatte der Schlossgeist genug von den Touristen…
Wir machten uns danach auf den Weg nach Balmoral
Castle, dem schottischen Wohnsitz der Königsfamilie.
Auf dem Parkplatz trafen wir witzigerweise die beiden
Motorradfahrer wieder, mit denen wir uns schon auf der
Fähre unterhalten hatten.
Besichtigt haben wir Balmoral nicht, da wir nicht bereit
waren, für einen einzigen zu besichtigenden Raum
+ Park 12 Pfund auszugeben.
Dafür haben wir später Corgarff Castle besucht.
Über einen, mit schweren Motorradsachen ziemlich
anstrengenden, Anstieg gelangten wir dorthin. Es ist aber
auch sehr interessant und deshalb den kurzen Fußweg
vom Parkplatz bis zum Castle wert.
Nach Corgarff sahen wir uns noch Kildrummy Castle an,
das leider nur noch aus einer Ruine besteht.
Danach wurde es Zeit, nach Ballater zu fahren und
unser kleines Hotel zu suchen. Es hieß Pannanich
Wells und war wunderschön gelegen, etwas abseits
von Ballater. Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten,
machten wir uns auf den Weg in den Ort. Hier haben wir
eine gemütliche Pizzeria gefunden.
Nach der Rückkehr ins Hotel kamen wir zum arbeitsreichen
Teil des Urlaubs – dem Schreiben der Postkarten. |
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der
Weg ist das Ziel |
Glen
Shee |
unser
neues Heim in Braemar |
wilde
Wasser in Braemar |
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Braemar
Castle (Geist?) |
Kildrummy
Castle |
Glenbuchat
Castle |
wo
sind die Motorradschlüssel ? |
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| Tag 6: Ostküste mit Aberdeen
(241 km) |
| Strecke
- Ballater - A93 - B9119 - Tarland - A980 - Craigievar
Castle
- A980 - Alford - B993 Richtung Fraser Castle
- Dunecht
- A944 - B979 - Peterculter - B979 - Stonehaven
- Dunnottar Castle
- A90 - Aberdeen - A96 Richtung Inverness - B979 -
Kirk-of-Skerie
- B9119 - B977 - A980 - B993 - Kincardine O'Neil
- A93 - Aboyne - A93 - Ballater - B&B
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Beschreibung 6. Tag –
Sonne und Meer…
Wie haben geschlafen wie die Murmeltiere. Das Frühstück
war sehr lecker und ich aß zum ersten Mal Porridge
mit Sahne und Honig. Ich fand es sehr lecker und habe
es zu meiner ab sofortigen Hauptmahlzeit erkoren.
Chris war nicht ganz so begeistert und wollte es noch
nicht einmal probieren. Also habe ich ihn, seinem Gesichtsausdruck
folgend, freundlich gefragt, ob er eine Waffe haben möchte,
um darauf zu schießen.
Nein, er wollte nicht und bestellte sich ein „Full
Scottish Breakfast“. Als es auf dem Tisch stand,
sahen wir, dass man damit eine fünfköpfige Familie
hätte gut über den Winter bringen können.
Es bestand aus Eiern, Schinken, Würstchen, gegrillten
Tomaten, Kartoffeln, Bohnen und Toast. Chris hat etwas
hilflos geguckt, aber seinen Teller leer gegessen.
Also, ich bleibe bei Porridge.
Heute wollten wir ein paar Castles besichtigen und
über Aberdeen zurück nach Ballater fahren. Bereits
nach kurzer Zeit meldeten sich der zum Frühstück
genossene Kaffee und der Orangensaft hoflichst, weil sie
wieder raus wollten. Das Problem war nur – sämtliche
Wäldchen, an denen wir vorbeikamen, waren eingezäunt…
Beim ersten Castle hatten wir aber Glück und es gab
eine Toilette. Danach ließ auch mein etwas gequälter
Gesichtsausdruck nach… :-)
Leider hatten wir mit dem Eintritt nicht so viel Glück
– Craigievar Castle öffnete erst um 12.00 Uhr.
Nachdem wir uns ein bisschen in die Sonne (!!!) gesetzt
und des Lebens gefreut hatten, musste ich mich wieder
aufs Motorrad quälen und wir fuhren weiter in Richtung
Castle Fraser. Auch dieses konnten wir nur von außen
besichtigen, da es heute aufgrund einens Lexus-Treffens
(schöne Autos, aber heute sehr störend) geschlossen
war.
Danach ging es weiter durch wunderschöne kleine
Orte bis ans Meer. In Stonehaven machten wir eine kleine
Pause und bewunderten die Boote im Hafen. Von hier aus
wollten wir dann Dunnottar Castle besuchen. Das Castle
liegt wunderschön auf einem riesigen Felsen, eigentlich
einer kleinen Insel für sich. Zu erreichen ist es
nur durch eine lange Treppe, die für uns in der dicken
Motorradkleidung, die langsam anfing meinen Zorn auf sich
zu ziehen, zu beschwerlich war. Also setzten wir uns gegenüber
des Castles ins Gras und bewunderten die Aussicht, die
wirklich atemberaubend schön ist. Hier haben wir
eine lange Zeit verbracht, weil wir uns kaum losreißen
konnten.
Schließlich mussten wir doch aufbrechen und
machten uns auf den Weg nach Aberdeen. Die Stadt ist enttäuschend,
wir sind auf der Suche nach etwas Eßbarem fast durch
die ganze Stadt gekommen und waren alles andere als begeistert.
Der Rettung halber muss man aber sagen, Aberdeen ist schöner
als Dundee (was keine Kunst ist).
Eines muss man den schottischen Großstädten
auf jeden Fall lassen – sie wirken viel sauberer
als deutsche Großstädte. Kein Schmutz, kaum
Graffiti. Auch davon sollten sich die Deutschen eine Scheibe
abschneiden!
Nachdem wir aus Aberdeen „geflüchtet“
waren, fuhren wir zurück in unser kleines, beschauliches
Ballater. Wir waren glücklich, dass wir endlich die
Motorradkleidung ausziehen konnten, denn heute war ein
schöner, warmer, sonniger Tag. Wie sagt man so schön
– ein Wetter zum Helden zeugen. :-) |
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grüner
geht es nicht |
Craigieviar
Castle |
wo
ist der Regen ? |
ganz
schön blau |
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Fraser
Castle |
Stonehaven |
Fischkopf
am Meer |
Dunnottar
Castle |
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| Tag 7: Ballater nach Inverness
(243 km) mit Whisky Trail |
| Strecke
- Ballater - A939 - Tomintoul - B9008 - B9009 *super
Straße*
- Dufftown - Glenfiddich Destillery
- A941 *super Straße* - Eglin
- A941 - Spynie Palace - B9135 - Kinnedder
- Roseisle - B9089
- Forres - A96 - Nairn - B9092 Ardersier - Fort
George
- B9039 - Newton - A96 - A9 (south) - Carrbridge - Boat
of Garten
- Nethybridge - B&B
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Beschreibung 7. Tag –
Whiskey (Hicks) und Highlands
Am Morgen wurden wir um viertel vor sechs vom penetranten
Klingeln meines Handys geweckt. Ich danke hiermit meinem
Bruder Reini für das verfrühte Wecken, weil
er nicht weiß, dass es in Schottland eine Stunde
früher ist :-)
Während ich sehr unproduktiv wieder einschlief, tat
Chris etwas Sinnvolles und las den Reiseführer, da
wir heute über den Whiskey-Trail und in Richtung
Inverness fahren wollten.
Nach einem leckeren Frühstück, bestehend
aus Orangensaft und Porridge mit Milch/Honig für
mich (ohne Kaffee!!!) und Scrambled Eggs mit Bacon (und
Kaffee!!!) für Chris, machten wir uns auf den Weg.
Heute mit Koffern, es ging weiter zum nächsten Quartier.
Zuerst machten wir uns auf, die Glenfiddich-Destillerie
zu besichtigen. Nach einem interessanten Film über
die Geschichte der Familie Grant (zum Glück mit deutscher
Übersetzung per Kopfhörer), sahen wir bei der
Herstellung des leckeren Getränkes zu.
Wie sollte es anders sein – bei der Whiskeyprobe
habe ich dann erst einmal zugeschlagen.
Meine Güte, war das lustig…. Selbst das
Motorradfahren machte mir und meinem Hinterteil nichts
mehr aus. Ich saß hinten drauf und sang deutsche
Schlager. Zum Glück haben wir keine Sprechvorrichtung
in unseren Helmen, so blieben meine musikalischen Ergüsse
(von den Flippers bis hin zu Roger Whittaker) außer
von mir selbst weitestgehend ungehört. Was auch gut
ist, denn ich kann mit meinem Gesang innerhalb kürzester
Zeit eine ganze Kirche räumen…
Wir fuhren durch landschftlich wunderschöne,
schaf- und kuhreiche Gegenden, bis wir Spynie Palace erreichten.
Wiederum konnten wir uns heute über sonniges und
warmes Wetter freuen.
Am Nachmittag kamen wir zu Fort George, das ja teilweise
noch „bewohnt“ ist, aber trotzdem besichtigt
werden kann. Es ist sehr groß und nach kürzester
Zeit in den warmen Motorradsachen (die ich inzwischen
anfing zu hassen) waren wir kaputt. Da haben wir uns erst
mal ins Fort-eigene Café gesetzt und uns einen
Café Latte gegönnt.
Nun war Inverness nicht mehr weit…Da wir seit
dem Frühstück nichts mehr gegessen hatten, freuten
wir uns, als wir an einem Pizza Hut vorbeikamen…
Dort teilten wir uns eine large Pizza mit chicken und
machten uns danach satt und glücklich auf, um das
Örtchen Nethybridge zu suchen. Das Häuschen
mit dem Namen „Balciuin“ sollte dort für
die nächsten drei Nächte unser zu Hause sein.
Nachdem wir uns „eingerichtet“ hatten und
nach kurzem Ausruhen, machten wir einen Spaziergang zu
einem Hotel mit Bar, um eines der leckeren Bierchen zu
konsumieren.
Der Ort Nethybridge liegt wunderbar im Grünen
und wir waren begeistert über die wunderbar frische
Luft, die es dort gibt.
Wir fühlten uns richtig wohl – wie schon die
ganze Zeit, seitdem wir in Schottland waren.
Dieses Land ist einfach wunderschön. Für den
Fall, dass wir mal auswandern, dann wollen wir nirgendwo
anders hin. |
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Destillery
von innen |
Glenfiddich
mit Verprobung |
Sitting
Cow |
ich
hab es nicht kaputt gemacht |
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Wo
ist das Dach ? |
Kann
mal einer ne Stütze bringen? |
Fort
George |
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| Tag 8: Loch Ness und Isle
of Skye (386 km) |
| Strecke
- Nethybridge - Boat of Garten - Carrbridge - A9 - Inverness
- A82 - Loch Ness - Urquhart
Castle - A82 - Fort Augustus - Invergarry
- A87 - Loch Cluanie - Loch Duich *super Straße*
- A87 - Dornie
- Eilan Donan Castle - A87 - Loch Alsh *super
Straße*
- A890 - Achnasheen (Glen Carron) *super Straße*
- A832 (Strath Bran) *super Straße*
- Grave - A835 Richtung Inverness
- A832 Muir of Ord - rechts über die Brücke
- A832 Richtug Inverness
- Red Castle - Charlestown - A9 - Inverness - Carrbridge
- Boat of Garten
- Nethybridge - B&B
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Beschreibung 8. Tag –
Nessie und viele Touristen
Nach einer angenehm ruhigen Nacht wachten wir erholt
auf.
An das Frühstück hier kann man sich wirklich
gewöhnen. Chris aß wieder seine obligatorischen
Scrambled Eggs mit Bacon und Mushrooms und ich meine heißgeliebten
Flakes, Früchte und selbstverständlich Porridge.
Seit gestern habe ich den morgendlichen Kaffeekonsum eingestellt.
Dieses Getränk hat leider die Angewohnheit, nach
kurzer Zeit wieder rauszuwollen…
Heute wollten wir uns Loch Ness ansehen und natürlich
hofften wir auf ein Lächeln von Nessie. Leider tat
sie uns den Gefallen nicht. Ob es am bewölkten Himmel
oder an den Tausenden von Touristen lag, die wie Schmeißfliegen
die ganze Umgebung von Loch Ness bevölkerten, können
wir leider nicht sagen.
Unsere erste Station war Urquhart Castle. Wir sahen hier
einen interesanten Film über die Geschichte des Castles
und wurden anschließend in den angrenzenden Souvenirshop
entlassen. Natürlich konnte man auch das (leider
zerstörte) Castle selbst besichtigen, dies haben
wir allerdings nicht getan, da es anfing, leicht zu regnen.
Also setzten wir uns wieder aufs Motorrad (so langsam
machte mir diese Herumgurkerei mit wehem Hintern keinen
Spaß mehr) und fuhren weiter. Eine ganze Weile führte
die Straße am Loch Ness entlang, wo an den schönsten
Ecken kleine Parkplätze eingerichtet sind, von denen
aus man einen wunderbaren Blick hat. Sollte Nessie jemals
auftauchen, dann wird sie sicherlich von dort aus entdeckt.
Jeder dieser Parkplätze war überbevölkert
mit Touristen.
Über eine wunderschöne Straße, die
vom Loch Ness aus in die Highlands führt, erreichten
wir das Cluanie Inn am Loch Cluanie, ein Hotel, das in
einer ruhigen und abgelegenen wunderbaren Gegend liegt.
Hier machten wir eine kurze Fotopause und fuhren dann
weiter. Schließlich wollten wir noch Eilean Donan
Castle sehen, dort wurden Teile des Films „Highlander“
gedreht. Als wir dort ankamen, gingen wir in den angrenzenden
Andenken-Shop und kauften noch ein paar Ansichtskarten.
Eigentlich hatte ich mein diesbezügliches Soll schon
in Ballater erfüllt, aber es finden sich immer noch
ein oder zwei Leute, die man vergessen hat.
Chris hatte auch noch Karten zu schreiben und so setzten
wir uns beide an ein Holztischchen mit Blick auf Eilean
Donan Castle und erfüllten unsere Schreibpflicht.
Unterhaltung hatten wir durch einen Dudelsackspieler,
der hinter uns stand und schottische Lieder spielte. Gefiel
uns gut!
Nachdem wir noch eine längere Zeit dort gesessen
hatten, fuhren wir durch die wunderschönen Highlands
zurück nach Inverness, wo wir bei Burger King noch
etwas aßen.
Am Abend machten wir wieder unseren Spaziergang zur
Bar und zurück.
Unser Fazit zu Loch Ness ist – man sollte es
sich einmal ansehen (die Leute zu Hause werden danach
fragen), aber ein zweites Mal muss man sich diesen Touristenrummel
nicht antun… |
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Urquahart
Castle |
Der
Burgherr |
Das
Burgfräulein |
Loch
Cluanie |
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einsame
Höhen |
Eilean
Donan Castle |
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| Tag 9: nördliche Highlands
(444 km) |
| Strecke
- Nethybridge - Boat of Garten - Carrbridge - A9 - Inverness
- A9 - A835 - Ullapool (Loch Broom) - A835 - A837 Richtung
Lochinver *super Straße*
- Ardyreck Castle - A894 - Scourie
- Lexford Bridge - A838 (Single Trail) *super
Straße*
- A838 - Loch Stack (Kreuz auf Insel)
- Loch More - Loch Shin - A836 Lairg
- Bonar Bridge - A949 *super Straße*
- A9 Richtung Inverness
- Cromarthy Frith (Bohrinseln) -A9 - Inverness
- A9 - Carrbridge - Boat of Garten - Nethybridge - B&B
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Beschreibung 9. Tag –
Ullapool und die Highlands
Heute Morgen sind wir mehr oder weniger wach zum
Frühstück gegangen, wo uns das leckere Frühstück
(siehe Vortag) endgültig weckte.
Heute wollten wir über Inverness nach Ullapool,
einem bekannten und bei Touristen sehr beliebten Fischereiort,
fahren. Ein ganz süßes Örtchen! Weiße,
saubere, freundliche Häuser und ein Hafen voller
Boote.
Der Vollständigkeit halber erwähne ich noch,
dass wieder ein wunderbar warmer, sonniger Tag war. Der
Himmel war fast wolkenlos blau.
Von Ullapool aus starteten wir in die Highlands.Es
gibt einfach keine Worte, um diese Landschaft zu beschreiben.
Einfach unglaublich schön und grün. Hin und
wieder kommt man an einem einsamen Cottage vorbei, es
gibt auch einige abgelegene Hotels. Leider verfallen einige
der Cottages langsam, da dort niemand mehr wohnt. Es wäre
sicher schön, eines davon als eine Art Ferienhaus
wieder herzurichten. Eine bessere Gegend zum Abschalten
und Entspannen dürfte schwerlich zu finden sein.
Die Luft ist wunderbar, es riecht nach Gras und frischer
Luft. Berge und hüglige Landschaften wechseln sich
ab mit Seen, die an diesem sonnigen Tag in einem intensiven
Blau schimmerten.
Wenn man eine Pause macht, hört man außer summenden
Insekten (die an diesem Tag aufgrund der Hitze übrigens
ziemlich lästig waren) gar nichts. Hin und wieder
kommt ein Auto oder ein anderes Motorrad vorbei, allerdings
sehr selten.
Leider mussten wir irgendwann die nördlichen
Highlands wieder verlassen, da wir Hunger bekamen und
aus diesem Grund zurück nach Inverness wollten. Dort
haben wir bei Pizza Hut ein „Drei-Gänge-Menü“
gegessen. Oh je, waren wir satt!!! Nach dem Essen ging
die Hose fast nicht mehr zu.
An dieser Stelle muss ich sagen, ich fing an, die normal
reisenden Touristen zu beneiden, die in Shorts und T-Shirt
die Gegend erkundeten. Es war, insbesondere mit dem Helm,
den ich inzwischen wirklich hasste, teilweise unerträglich
heiß.
Aber die wunderschöne Landschaft, die frische
Luft (die man im Auto nicht riechen würde) und die
unglaublich lieben Menschen in Schottland entschädigten
mich für alles.
Wir machten uns nach dem Essen auf nach Nethy Bridge,
heute sollte unsere letzte Nacht dort sein.
Ein letztes Mal tranken wir ein Bier im Pub und kehrten
danach zurück in unser derzeitiges Heim „Balciuin“. |
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Who
wants to live forever? |
Highlands
pur |
Ullapool |
Highlands
Fjorde |
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Ardyreck
Castle |
schönste
Wege |
schön,
allein zu sein ... |
Single
Trail |
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Home
for sale |
Wer
liegt wohl hier ? |
einsame
Highlands |
Schönheit
unter sich |
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| Tag 10: Inverness nach Oban
(313 km) über Ben Nevis und Fort William |
| Strecke
- Nethybridge - Boat of Garten - Carrbridge - A9 - Richtung
Inverness
- B851 - B862 - Fort Augustus (Loch Ness) - A82 - Spean
Bridge
- A82 - Comando Memorial - A82 - Fort
William
- Abstecher ins Glen Nevis *super Straße
und super Tal*
- A82 - A828 Portnacroish - Stalker Castle
- A828 - Barcaldine Castle
- A 828 - A85 - Oban - B&B
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Beschreibung 10. Tag –
Sonnenschein im Glen Nevis
Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns das letzte
Mal auf, unser Frühstück in Nethybridge zu genießen.
Selbstverständlich blieben wir unseren favorisierten
Zutaten treu – warum sollten wir auch von Bewährtem
abweichen?
Nach einem freundlichen und herzlichen Abschied von
Mrs. Davis, unserer Wirtin, machten wir uns auf den Weg
in Richtung Oban. Wir fuhren durch die wunderschönen
südlichen Highlands und kamen irgendwann ins Glen
Nevis, das am Fuße des Ben Nevis, des höchsten
Bergs Großbritanniens, liegt.
Es war einfach schön hier. Der perfekte Ort für
Wanderungen, so ruhig und friedlich…-wenn die Touristen
nicht wären.
Es war wieder ein sonniger, warmer Tag. In der dicken
Kleidung, die von anderen Touristen mitleidig gemustert
wurde, fühlten wir uns wie ein fetter Spatz in der
Bratröhre.
Also zogen wir uns die Halstücher, Nierengurte und
Handschuhe aus, so dass es einigermaßen erträglich
war.
Im Glen Nevis blieben wir einige Zeit und genossen
das satte Grün der Wiesen und das Rauschen eines
kleinen Wasserfalls.
Zwischendurch lernten wir noch Mitglieder einer deutschen
Busreisegruppe aus Hof (Bayern) kennen, die sich freuten,
jemanden aus dem eigenen Lande zu treffen.
Nachdem wir uns vom Anblick des wunderschönen
Glen Nevis losgerissen hatten, fuhren wir weiter an der
Westküste entlang, da wir noch das Castle Barcaldine
besichtigen wollten. Auf dem Weg dorthin kamen wir an
einem Café vorbei, das einen unvergesslichen Ausblick
auf Castle Stalker bot. Hier haben wir uns einen Latte
Macchiato gegönnt.
Nach einem Besuch des angeschlossenen Souvenirshops und,
aufgrund der zu verkaufenden schottischen Babyschühchen
begeisterten Aufschreie meinerseits, machten wir uns auf
den Weg zum Barcaldine Castle.
Es liegt etwas abseits in einer wunderschönen, ruhigen
„Wohngegend“, ca. 10 Meilen von Oban entfernt.
Leider konnte man es heute nicht besichtigen. Es kann
auch für Hochzeiten gemietet werden (muss man sich
merken!) und heute war anscheinend dort eine Hochzeit.
Man stelle sich vor: Hochzeit in einem Castle. Wie romantisch
– einfach schön… Nach diversen begeisterten
Seufzern meinerseits fuhren wir weiter nach Oban. Oban
ist eine geschäftige kleine Stadt, die eindeutig
viele Touristen anlockt.
Es gibt viele kleine Geschäfte und viele Menschen
liefen die Hauptstraße entlang.
Unsere Unterkunft haben wir ziemlich schnell gefunden
– sie liegt ziemlich weit oben im Ort, sehr schön
und ruhig. Der Name des Hauses ist Sabdenbrook.
Wir bezogen ein gemütliches Zimmer im oberen Stock.
Ich liebe Dachgeschosse und unseres war auch noch durch
Holz an der Decke verschönert… Wir waren beide
begeistert, nur nicht von der Hitze, die im oberen Geschoss
herrschte…
Zum Glück wird es aber nach heißen Tagen
in Schottland nachts recht kühl, wie wir feststellten,
so dass unsere Sorge, wir könnten nicht schlafen,
unbegründet war. |
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Fort
Augustus (Loch Ness) |
Command
Memorial |
Nach
Hause telefonieren ... (ET) |
Glen
Nevis Road |
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Glen
Nevis |
Erfrischung
an einem heißen Tag |
Schaf
auf Weide |
Stalker
Castle |
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Hochzeit
auf schottisch |
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| Tag 11: Ruhetag in Oban (0
km) |
| Strecke
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Beschreibung 11. Tag –
Endlich, ein Tag zum Ausruhen…
Nachdem wir am Morgen aufgewacht waren, beschlossen
wir, heute einen motorradfreien Tag zu machen und Oban
zu Fuß zu erkunden.
So langsam aber sicher hasste ich das Reinzwängen
in die zu warme Kleidung mit anschließenden Sitzen
auf meinem wunden Hintern so sehr, dass ich mich wie ein
Schneekönig auf unseren Tag in Oban freute.
Das Wetter war sonnig und schön und so machten
wir uns nach einem wiederum sehr leckeren Frühstück
(ich brauche wohl nicht zu erwähnen, woraus es bestand)
auf den Weg.
Zuerst liefen wir zum Hafen, wo bereits die Fähre
zu den Hebriden zum ersten Mal ausgelaufen war. Auf anderen
Booten wurde schon die stündliche Fahrt zur örtlichen
Seehundkolonie angeboten und viele Leute warteten darauf,
dass es losging.
Nach einem Blick auf den aushängenden Plan von
Oban beschlossen wir, an der Küste entlangzulaufen
und das Dunollie Castle zu besuchen, das am Ortsrand auf
einer Anhöhe liegt.
Auf dem Weg dorthin fiel uns auf einer kleinen, dicht
vor Oban liegenden Insel ein auf einem kleinen Felsen
stehender Schotte auf, der püntktlich um 11.00 Uhr
anfing, Dudelsack zu spielen. Was waren wir begeistert!!!
Wir fragten uns, ob der Schotte für die Touristen
spielt und von der Stadt dafür bezahlt wird. Und
er hörte gar nicht wieder auf zu spielen! Selbst,
als wir vom Castle zurückkamen, stand er noch an
derselben Stelle und hielt seinen Dudelsack. Da inzwischen
eine Stunde vergangen war, wurden wir etwas stutzig…Er
hatte sich überhaupt nicht bewegt! Welch ein tapferer
Schotte… Nachdem wir ihm auf dem Hinweg zugewunken
hatten,erkannten wir jetzt peinlicherweise beim Heranzoomen
durch die Kamera, dass er aus Holz bestand…
Blöde Touris, sind auf eine Schottenattrappe reingefallen!!
Hoffentlich hat uns niemand beim Winken beobachtet…
Nachdem wir wieder auf der Hauptstraße angekommen
waren, besuchten wir diverse Andenkenläden und tranken
etwas in einem Pub. Hier gab es auch einen Fernseher,
so dass wir das Formel 1 – Rennen gucken konnten.
Wir warteten Schumachers Sieg ab und gingen noch ein bisschen
spazieren.
Später saßen wir noch auf einer Bank am Hafen
und lästerten über Touristen. Das kann ja so
erfrischend sein!
Nach einem Anstieg zum MacCraigh-Tower blickten wir
von dort aus über ganz Oban. Sehr schön.
Als wir in unserem zu Hause „Sabdenbrook“
ankamen, waren wir auch ziemlich kaputt. Wir haben diesen
motorradfreien Tag wirklich genossen. |
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Fähre
zu den Hebriden |
Oban |
stille
Wasser |
funktioniert
die Kamera ??? |
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The
ghost of Dunollie Castle |
Idylle |
tapferer
Schotte mit Dudelsack |
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| Tag 12: Oban nach Edinburgh
(236 km) über Loch Awe |
| Strecke
- Oban - A816 Richtung Süden für 40 km
- B840 - Loch Awe *schöne Strecke aber
teilweise schlechte Straßen*
- A819 links abbiegen - A85 - Crainlarich - Lochernhead
- A84 - Callander
- A84 - Stirling - A905 - A876 - Kincardine Bridge -
A985 Rosyth
- A90 Forth Raod Bridge - A90 - Edinburgh
- A1 - Tranent - B&B
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Beschreibung 12. Tag - Richtung
Edinburgh
Nach einer, durch angebliches Wegnehmen der Bettdecke
meinerseits, etwas unruhigen Nacht gingen wir ein letztes
Mal in Sabdenbrook zum Frühstück, das wir wieder
sehr genossen.
Nach dem Frühstück verabschiedeten wir
uns vom netten Inhaber und verließen Oban in Richtung
Edinburgh. Oban ist eine wirklich schöne kleine Stadt.
Auf dem Weg Richtung Süden kamen wir an verschiedenen,
wunderschönen Lochs vorbei und streiften noch einmal
das wunderbare Naturschutzgebiet „Trossachs“,
das wir ja schon von der Fahrt am Loch Lomond entlang
kannten. Als Reiseziel sehr zu empfehlen.
In Stirling hielten wir an, um bei Kentucky Fried
Chicken etwas zu trinken.
Hinter Stirling fing das Land an, immer unattraktiver
zu werden… Nur noch plattes, von Feldern und Industrie
durchzogenes Land, dessen Hässlichkeit in einer Stadt
namens Rosyth gipfelte. Hier wollten wir „Deep Sea
World“ besuchen, das aber bei einem Eintrittspreis
von 8,55 Pfund pro Person extrem enttäuschend war.
Es gibt nicht wirklich viel zu sehen und die Fische sind
in teilweise viel zu kleinen Aquarien zusammengepfercht.
Das Geld hätten wir besser der Heilsarmee gestiftet
oder etwas ähnliches damit angestellt.
Nachdem wir weitergefahren sind, kamen wir über
eine lange Brücke direkt nach Edinburgh. Es ist eine
sehr große Stadt, die mich beim ersten Eindruck
fast erschlug. Kein Wunder, wir kamen schließlich
gerade aus dem wunderschön grünen, ruhigen und
dünn besiedelten Norden.
Unsere Unterkunft befand sich in Tranent, ca. 10
Meilen von Edinburgh entfernt. Das Haus ist wunderschön,
es heißt Schiehallion.
Meine persönliche Meinung bleibt allerdings
– der Norden, also alles, was nördlich von
Loch Lomond liegt, ist als Reiseziel viel attraktiver
und hat einen viel besseren Erholungswert. Ich muss allerdings
dazu sagen, dass ich eher ein „Landei“ bin,
das für Großstädte im Allgemeinen nicht
viel übrig hat.
Andere Leute empfinden den Rummel und den Trubel in Großstädten
vielleicht als angenehm. Diese Personen sind in Edinburgh
und Umgebung gut aufgehoben. |
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Loch
Lubnaig |
Natur
pur |
Popo-Aua-Pause |
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| Tag 13 + Tag 14: 2 Ruhetage
in Edinburgh (0 km) |
| Strecke
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Beschreibung 13. und 14. Tag
– Shopping und Besichtigungen in Edinburgh
Der Tag begann leider mit einem Wermutstropfen –
es gab kein Porridge… Also entschied ich mich für
Bacon und Tomatos mit Toast. War auch sehr lecker, aber
lange nicht so gesund und gut wie mein inzwischen heißgeliebtes
Porridge.
Vor uns lagen nun zwei Tage ohne Motorrad, da wir
beschlossen hatten, von Tranent mit dem Schnellbus X8
nach Edinburgh zu fahren. Wir konnten direkt an der Princes
Street aussteigen, so dass wir gleich „mitten im
Geschehen“ waren.
Am 1. Edinburgh-Tag besuchten wir zuerst die Tourist
Information in der Princes Street und besorgten uns einen
Stadtplan. Danach machten wir uns auf, die High Street
mit unserer Anwesenheit zu beehren. Dort gab es derartig
viele schottische Geschäfte und Andenkenläden,
dass wir gar nicht wussten, wo wir anfangen sollten…
Als allererstes kaufte ich mir dann mal einen Kilt
mit passendem Schal. Als echter Wahl-Schotte muss man
sich auch dementsprechend kleiden :-)
Eine echte Highlandschaf-Strickjacke hatte ich mir ja
schon in Ullapool zugelegt.
Nachdem wir des Laufens durch diverse Geschäfte
etwas überdrüssig wurden, gingen wir in Richtung
Edinburgh Castle.
Ich muss sagen, die Stadt ist zwar architektonisch sehr
schön, mir allerdings definitiv zu überladen
mit Menschen (größtenteils Touristen). Manches
war natürlich sehr amüsant – ich denke
dabei an Japaner im Kilt…
Die Touristen wimmelten durcheinander wie in einem Ameisenhaufen
und die Sonne brannte.
Vor der Kasse am Castle befand sich bereits eine
lange Menschenschlange, in der es nicht sonderlich schnell
voranging.
Zum Glück hatten wir schottische Explorer-Pässe,
so dass wir die Schlange umgehen und gleich eintreten
durften.
Nachdem wir uns die schottischen Kronjuwelen angesehen
hatten, setzten wir uns auf eine Bank und beobachteten
Touristen. Dies war sehr lustig – man kann wunderbar
„Nationenraten“ spielen. Nach einer Weile
erkennt man sie sofort… Und Chris erzählte
mir Interessantes aus dem Tierleben des „Touristischen
Plautzenbären“. Wir haben uns halb tot gelacht…
Nachdem wir genug castlebesichtigende „Touristische
Plautzenbären“ gesehen hatten, schlenderten
wir noch eine Weile durch die Stadt, bis wir keine Lust
mehr hatten. Leider mussten wir noch warten – wir
hatten für 20.00 Uhr eine Ghost & Ghouls-Tour
bei Mercat Tours gebucht. Zum Glück konnten wir auf
Nachfrage an der 19.00 Uhr – Tour teilnehmen. Es
war wirklich klasse und sehr zu empfehlen. Eine Tour mit
den örtlichen Ghoststories durch schaurige Orte und
Gewölbe. Und zu jedem Ort gab es eine, von unserer
Führerin Lizzie gruselig und spannend dargebrachte,
Erzählung von wahren und grausigen Begebenheiten
in der Stadt. Die Atmosphäre war super. Danach haben
wir noch etwas im düsteren Raum eines Pubs getrunken
(gehörte mit zur Tour) und waren glücklich,
als wir endlich wieder todmüde in Tranent angekommen
waren.
Direkt gegenüber unserer Unterkunft in Tranent
befand sich ein gemütlicher Pub, den wir schon am
Vorabend entdeckt hatten. Hier tranken wir noch ein Bier
und gingen dann sehr müde schlafen.
Der 2. Edinburgh-Tag hatte so ziemlich das gleiche
Programm – nur ohne Ghost-Tour.
Wir finden, dass ein Tag in der Stadt gereicht hätte…
Wir wären lieber noch etwas länger in den Highlands
geblieben… |
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Edinburgh
Castle |
"Wie
komme ich wieder runter ?" |
Hoch
zu Moo |
schottische
Harley |
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Nightmoo
on Blairstreet |
Gassenzauber |
Kimme
und Korn |
im
Herzen sind wir Schotten |
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| Tag 15: Edinburgh nach Newcastle
(217 km) über Scotish Borders |
| Strecke
- Tranent - A1 - A6094 - Dalkeith - A6094 - B7003 -
Roslin
- Roslin Chapel - B7003 - A 6093 -
Pencaitland
- B6355 Richtung Duns (Scotish Borders) *super
Straße* - Preston (links abbiegen)
- A6112 - B6355 - Chirnside - A6105 - Berwick upon Tweed
- A1 - Newcastle - Tyneport - Fähre
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Beschreibung 15. Tag –
Schwerer Abschied…
Heute haben wir das letzte schottische Frühstück
genossen (zumindest für dieses Mal). Zum letzten
Mal Bacon und Tomatos für mich, zum letzten Mal Eggs
+ Bacon für Chris… Seufz.
Danach haben wir uns von Catherine, unserer Wirtin
in Schihallion, sowie ihren zwei Bobtails verabschiedet
und machten uns auf den Weg nach Newcastle. Südlich
von Edinburgh wollten wir noch Roslyn Chapel besuchen,
stellten aber fest, dass dort ein Eintritt von 7,00 Pfund
pro Person verlangt wird. Ob Tom Hanks auch so viel bezahlen
musste, als dort Teile vom „Da Vinci Code“
gedreht wurden??? Ich denke nicht. Immer auf die Kleinen!!!
Na ja, wie dem auch sei – wir besichtigten Roslyn
von außen und fuhren weiter.
Nachdem wir durch einige ziemlich unattraktive Orte
gekommen waren, belohnte uns der Anblick einer einsamen,
hügligen Landschaft. Wir waren in den Scottisch Borders.
Hier sahen wir eindlich mal wieder mitten auf der Straße
stehende Schafe, von denen ich nach wie vor begeistert
bin.
So etwas gibt es im totreglementierten Deutschland einfach
nicht.
Leider kamen wir auch bald an die schottische Grenze
und verließen mit Tränen in den Augen das wunderbare
Land, dass wir uns als neue „Wahl-Heimat“
auserkoren haben.
Kurioserweise fing es, sobald wir in England waren,
an zu regnen und es wurde merklich kühler.
Als wir in Newcastle angekommen waren, fuhren wir
zu Burger King, um etwas zu essen.
Wir können beide kein Fast Food mehr sehen und inzwischen
dreht sich uns der Magen um, wenn wir Pommes und ähnliches
Gewölle auch nur riechen.
Wir haben nur noch die Hälfte der Portion runtergebracht,
danach reichte es. Zwei Wochen fast täglich dieses
Zeug, da hat man genug für die nächsten Monate.
Gegen 17.00 Uhr waren wir auf der Fähre, diesmal
war es die „King of Scandinavia“. Uns gefiel
die „Queen“, die wir von der Herfahrt kannten,
besser – die „Navigator-Bar“ war dort
um einiges gemütlicher. Außerdem wurden leider
unsere Ohren von einem sehr lauten Klavierspieler mit
dazugehöriger, nicht sonderlich talentierter Sängerin
beleidigt, so dass wir nach einem Bier fluchtartig das
Weite suchten.
Da wir ein wenig traurig und müde waren, weil
das Ende unseres Urlaubs nahte, sind wir relativ früh
schlafen gegangen.
Unsere Kabine hatte zwei übereinander liegende Betten,
ich durfte unten schlafen. Das war sehr schön, denn
um meine Traurigkeit etwas zu vergessen, hob ich, während
Chris schlief, hin und wieder mit den Füßen
das obere Bett an und spielte „Erdbeben auf See“.
Er fand das irgendwie gar nicht lustig, wie ich den Tönen,
die im Schlaf aus dem oberen Bett kamen, entnehmen konnte… |
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Verabschiedung
von Schotten |
...
und Schafen |
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| Tag 16: Heimfahrt von Amsterdam-IJmuiden
(260 km) |
| Strecke
- IJmuiden - Amsterdam - A9 - Utrecht - A12 - Arnheim
(Grenze Niederlande)
- A3 - Oberhausen - A3 - Breitscheider Kreuz - A52 -
Ratingen
- Hösel - Heiligenhaus - Velbert
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Beschreibung 16. Tag –
Wieder zu Hause
Heute Morgen erwachten wir auf der „King of
Scandinavia“. Das Frühstück war super
– alles, was das Herz begehrt, außer Porridge.
Seufz.
Jetzt müssen wir auch wieder Rühreier statt
Scrambled Eggs, Schinken statt Bacon, Pilze statt Mushrooms
sagen.
Um 10.00 Uhr haben wir die Fähre verlassen.
Nun befanden wir uns wieder in Ijmuiden/Niederlande.
In der brüllenden Hitze schwitzten wir wie die Pumas
in unseren Motorradsachen, so dass wir froh waren, als
wir zu Hause endlich die Kleidung ausziehen konnten.
Ich muss sagen, ich bin froh und glücklich,
dass ich erst mal nicht mehr aufs Motorrad steigen muss.
Es ist unglaublich anstrengend, jeden Tag darauf sitzen
zu müssen, bis sich Schwielen gebildet haben. Und
das an einer Stelle, wo man keine Schwielen haben will!!!
Schlimm ist auch, dass man bei der größten
Hitze die viel zu warmen Sachen anziehen muss, wobei der
Helm am meisten quält.
Trotzdem bin ich, genauso wie Chris, unheimlich traurig,
dass der Urlaub vorbei ist. Wir hätten uns jetzt
gerne noch irgendwo in den Highlands ein kleines Cottage
gebucht und wären noch geblieben.
Unser Fazit ist, dass Schottland einfach das schönste
Land ist, das man sich vorstellen kann. Der Erholungswert
ist sehr hoch, die Landschaft atemberaubend schön
und die Geschichte des Landes sehr interessant.
Auf gar keinen Fall möchte ich hier die Schotten
vergessen. Es sind unglaublich liebe, gastfreundliche
Menschen. Wir fühlten uns sehr wohl und sind überall
herzlich aufgenommen worden. Wir durften eine Menge netter
Menschen kennenlernen, die wir bestimmt nicht vergessen
werden.
Was uns noch auffiel, ist, dass es in Schottland
nicht so unglaublich hektisch zu geht wir bei uns in Deutschland.
Wenn jemand etwas länger braucht – na und:-)
Wenn das Auto vor einem nicht gleich losfährt –
dann wartet man eben 10 Sekunden länger! Und wenn
man an der Kasse im Supermarkt steht, wird einem nicht
ständig vom hektischen Nachfolger vor Wut über
die vertane Zeit der Einkaufswagen in die Hacken geschoben.
Nein, die Menschen nehmen sich mehr Zeit, hier herrscht
keine Hektik. Im Gegensatz zu uns müssen sie nicht
alles am besten gestern erledigt haben. Und – auch
das funktioniert!!!!!
Wir werden auf jeden Fall versuchen, dies von den Schotten
zu lernen, denn sie machen auf uns einen glücklichen
Eindruck damit.
Hier endet unser Reisebericht… Ab morgen hängt
in unserem Wohnzimmer eine schottische Fahne. |
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Ganz persönlicher
Nachsatz von 2 Wahl-Schotten:
Die Geschichte des Landes begleitet einen sowohl aus
Reiseführern immer auf Schritt und Tritt als auch
durch die Besuche diverser Sehenswürdigkeiten. Was
England im Laufe der Geschichte mit den Schotten gemacht
hat, läßt die Bewunderung für dieses tapfere
Volk der Schotten nur noch weiter wachsen. Daher :
Freiheit für
Schottland !
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