Funk

Die Kommunikationseinheit
Spätestens auf längeren Touren wird es lästig: Das ständige Anschreien von Motorrad zu Motorrad oder die flehenden Klopfversuche der Sozia, die mal auf das stille Örtchen muß. Neben der kleinen tragbaren Chemietoilette hilft da auch ein Kommunikationssystem.

Ich habe hierzu mir 2 Funkeys von Kenwood nebst dazugehörenden Helmsets gekauft. Doch der nervige Schalter, der mit Klettband am Finger immer wieder unerreichbar scheint und die ständig leeren Akkus, beflügelten mich zu einer lustigen Lötarbeit, deren Früchte ich nun ernte.

Wie ich das gemacht habe, könnt Ihr hier genau sehen :

Grundausstattung

Wenn man die Bikersets bestellt, bekommt man 2 Funkeys mit je 1 Helmset. Die Helnsets bestehen aus einem Spritzwassergeschützen Taster und einer Helmgarnitur (Schwanenhalsmikro und Lautsprecher) , die in die meisten Helme paßt. Funkey und Helmgarnitur werden durch eine Kabelgeschichte (anders kann man das wirklich nicht bezeichnen) verbunden.

Für unser kleines Vorhaben werden wir nie Helmgarnitur nun modifizieren und zum Schluß das Funkey mit Strom versorgen.

Helm
Die meisten neueren Helme haben am linken Ohr eine Ausbuchtung unter dem Futter. Hier wird der Lautsprecher mit dem Schwanenhalsmikro positioniert. Das kleine Kabel mit dem kleinen Stecker bleibt Orginal.

Verbindung Funkey - Helm
In dem ursprünglichen Kabelwerk befindet sich eine fast dreieckige Verteilerdose (hier laufen Taser-Kabel und Helmkabel zusammen). Ich habe die Verteilerdose aufgeschraubt und die 3 kleinen Kabel der Helmganitur ausgelötet (Belegung merken!) . An diese Stelle trat ein 1 Meter langes Spiralkabel (von Völkner) mit mindestens 3 Adern. Also 3 bunte Adern ausgesucht und mit den Kontaktpunkten wieder verlötet (nun die neue Belegung aufschreiben). Zwischen das "alte" Kabel der Helmgarnitur (mit den drei abgelöteten Kabeln) und dem anderen Ende des neuen Spiralkabels kommen Stecker und Kupplung (auch von Völkner). Das ist die neue Helmverbindung ... logischer Weise länger als die "alte".

Verbindung Funkey - Schalter (neuer, festinstallierter Taster)
Den vorhandenen Taster habe ich ausgetauscht und gegen einen wasserfesten, festinstallierten ersetzt, den man auch mit Handschuhen bedienen kann. Dafür gab es bei Conrad-Elektonik einen Schalter mit einer kleinen magnetischen Kugel, der aus der Alarmanlagen-Ecke stammt (ich glaube für Tore oder so ...) Diesen habe ich links in die Verkleidung eingebaut (siehe 2tes Bild von oben). Auch hier habe ich aus der Verteilerdose des ursprünglichen Headsets das alte Kabel nebst Taster ausgelötet (2 Kabel) und durch ein 2-adriges, ausreichend langes Kabel ersetzt.

Stromversorgung
Da ich gerne das Funkey in die Heckverkleidung über dem Rücklicht stopfen wollte, brauche ich da Strom. Für die Physiker unter uns: 4,5 Volt Gleichstrom. Das Motorrad erzeugt aber nur 12V Gleichstrom ... und davon muß man runter. Ich habe als erstes eine Steckdose (Format Zigarettenanzünder) unter den Sitz gelegt, und diese an die über Zündung geschaltete Stromversorgung angeschlossen. Bei Völkner gibt es einen Spannungswandler (wahrscheinlich für den Campingbedarf), der von 12V auf 1,5 , 3, 4,5, 6 und 9 V regelt (siehe unteres Bild). Das Ding kommt in die Steckdose und wird auf 4,5 Volt eingestellt. Nun muß nur noch eine kleine Einkerbung in den Batteriedeckel des Funkey und Plus und Minus korrekt angeschlossen werden.

Funktion und Position
Der Spannungswandler und des Funkey liegen in einem wasserdichten Sack unter dem Heck über den Blinkern. Das Funkey wird eingeschaltet und bleibt es auch. Und nun weg damit ... Über die Zündung schaltet man es nun ein und aus. Das funktioniert prima.


 

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